Eigenlob stimmt
Die Redaktion Ruhrie hat eine Werbekampagne für das Ruhrgebiet aufgelegt. Mit einer “Mischung aus Eigenlob, Stolz und Selbstironie (WAZ Essen, 11.10.2006)” zeigen zwölf Abzeigenmotive “Dem Ruhrie sein Eiffelturm (Zeche Zollverein)” oder “Café del Mar (Baldeneysee)”. Mehr Stolz auf die schönen Ecken der eigenen Region fordern die Macher Rainer Rettinger und Rudi Grande ein, auch mit Blick auf 2010.
Nichts wie hin - der Eintritt in die Zukunft
Bis 2010 - das sind ja noch vier Jahre, von daher verkürzt uns die Zeche Zollverein das Warten auf die Kulturhauptstadt mit ENTRY 2006. Wie werden wir wohl in der Zukunft leben? Sitzen wir auf Plastiksesseln, telefonieren wir aus dem Holodeck oder bekleiden wir uns nur noch mit Teflon? Die Welt von morgen können wir auf der ENTRY schon heute erleben, zumindest so wie einige Designer sich heute die Welt von morgen vorstellen.
Der Schatz von Essen…
…und schon morgen Abend, also am Samstagabend, 4. November, können Sie ihn heben - zumindest virtuell. Zunächst feiert Dompropst Otmar Vieth um 18.30 Uhr einen Gottesdienst im Essener Dom. Dann um 20.15 Uhr beginnt der Domorganist mit der Passacaglia c-Moll BWV 582 einen öffentlichen Abend im Essener Dom und stimmt ein auf den Lichtbildervortrag von Professor Dr. Rainer Kahsnitz aus Berlin, zum Thema „Der mittelalterliche Schatz“.
Freunde und Interessenten mittelalterlicher Klänge kommen danach noch auf ihre Kosten: Sie hören das „Essener Osterspiel“ aus dem 14. Jahrhundert aus dem „Liber Ordinarius“ des Stiftes Essen. Mitwirkende sind außerdem die Vokalsolisten Rebecca Damson und Björn Christoff Sprökel, Choralschola und Studierende der Folkwang Hochschule Essen sowie Instrumentalisten. Wenn das nicht mal wieder ein Highlight auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2010 ist!
Und das Beste: Der Eintritt zu Vortrag und Konzert ist frei. Mehr Infos finden Sie auch unter www.essener-dom.de
Sieg über die Sonne
Wenn etwas vor vielen Jahren Verlorenes wieder zurückkehrt, dann ist die Freude groß. Aktuell im Museum Folkwang. So heisst es dort auf der Internetseite: Am 25. August 1937 wurde im Zuge der Beschlagnahmeaktion Entartete Kunst auch die Mappe mit der plastischen Gestaltung der Elektro-Mechanischen Schau „Sieg über die Sonne„ von El Lissitzky aus dem Bestand des Museum Folkwang entwendet und unter der Nr. 4008 in einem “Verzeichnis der im Jahre 1937 sichergestellten Werke entarteter Kunst” registriert.
Über die seit Ende 1938 von den Nationalsozialisten getätigten Verkäufe gelangte die Mappe zu dem Kunsthändler Karl Buchholz in Berlin und Bogota. 1998 wurde diese Mappe in London bei Christies versteigert. Mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW und dem Folkwang-Museumsverein gelang es, diesen so wichtigen und historisch bedeutsamen Erwerb für das Museum Folkwang “erneut” zu realisieren und den Sammlungsbestand mit nur einigen wenigen Werken konstruktiver Kunst außerordentlich zu stärken.
El Lissitzkys “Sieg der Sonne” ist noch bis Ende Januar 2007 im Museum Folkwang zu sehen, mehr Infos gibt es unter www.museum-folkwang.de
Nicht sentimental werden…
…sondern hingehen, denn das Phantom der Oper geht in die letzte Saison. Wer dieses beeindruckende Musical noch nicht gesehen hat, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Das “Phantom der Oper” im Colosseum Theater Essen! Und wenn Sie tatsächlich hingehen, dann erzählen Sie bitte allen, dass Sie hoffnungslos KulturbesEssen sinn. Kleiner Scherz, ein einfacher Hinweis auf unseren Blog für die Kulturhauptstadt 2010 reicht natürlich auch. Viel Spaß weiterhin.


