Stiftung DKM Museum – Linien stiller Schönheit – abgeflasht

Sind Museen still und ist dort alles schön? Was denk ich und viel mehr, was fühle ich, wenn der ganze Raum, ein großer Raum, mit hoher Decke und künstlichem Licht in schwarz und weiß gehalten ist? Boden, Decke, Wände, Bänke, Sessel, keine-Türen. Keine-Türen waren weiß, weil die Wände dahinter weiß waren. Klingt dumm, ist aber so.

Ja, wie wirkt das?

Beruhigend, harmonisch, reduziert,, neutral, edel, unaufdringlich – still und schön?

Schwarz und weiß – eigentlich grau, aber so stell ich mir das Nichts vor. Auch wenn Nichts keine Farben haben sollte. Eher schwarz-weiß als pummelpink-rubinrot. Und das Nichts sollte auch eigentlich ruhig sein. Schwarz-weiß also auch stummfilmstill?

Vielleicht lag es am Kinderschokoladenfrühstück oder den ewig langen, aber interessanten und  abgefahrenen Telefongesprächen oder halt an schwarz-weiß.

Schwarz-weiß. Ich glaube es ist wie mit Kinderschokolade - schwarz-weiß, aber ich meine was anderes. Zu viel davon und man dreht am Rad. Zucker – weiß - flash. Kennt jeder von der Cola - schwarz.

What do you mean Flash Gordon approaching…

Ich hatte den Weißflash – weil weiß doch überwiegte, Wände und Decke.

Weißflash, jaja, mag man nun sagen, alles klar. Ich sage: ja.

Und um diesen bisher sehr subjektiven Text ein bissl objektivem Charakter anzufügen, möchte ich ein Zahl anführen. 51, ohne Treppenhäuser.

51 Räume, aufgegliedert in Untergeschoss, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss, 3. Obergeschoss.

51 ist viel. Wer es nicht glaubt, zähle einmal bis 51 und achte darauf, seine Stimme nicht gelangweilt-monoton klingen zu lassen. So einfach ist das nicht.

Im 3. Geschoss habe ich ein Kunstwerk dann frei im Raumschwebend gesehen (ich dachte, vllt Nylonfäden), welches dann aber ganz gewöhnlich an der – weißen – Wand montiert war.

Nach dem Museumsbesuch, so auf offener Straße, Wind, Autolärm, verdreckte Wände, Hundehaufen, sie wissen schon, die ganze Alltagsschose, kam ich mir…fremd vor.

Natürlich zählt in einem Museum viel mehr die ausgestellte Kunst als die Farbe der Wände, nur einen Eindruck hinterlässt beides.

Bevor ich 2-3 Kunstwerke kurz erwähnen möchte, ist es mir ein Bedürfnis auch dem Skulpturenhof wenige Zeilen zu schenken. Man hat meiner Ansicht nach den begrenzten Außenraum auf originelle Art ausgenutzt, auch wenn man perspektivisch gebunden wird. Was das genau heißen soll, kann ich nur bei einem Besuch selbst zu überprüfen empfehlen – es ist recht interessant.

Problematisch war das Fehlen von Titeleien. Man hatte zwar einen Wer-mit-wem-Zettel bekommen, also welcher Raum mit welchen Künstlern, aber mehr nicht.

Um die Kunstwerke nun darzustellen, werde ich einfach meine persönlichen, sowieso schon stark beschreibenden Fantasienamen verwenden, ohne dabei dem Künstler oder irgendjemanden zu nahe treten zu wollen.

Umwerfend fand ich „Fotografie-von-bunten-Origamivögeln-bei-der-jemand-zu-viel-langeweile-hatte-die-aber-aussieht-wie-ein-gemaltes-abstraktes-Bild-von-weitem.“

Wirklich schön, von der Idee als auch von der Ausführung, und wem dieses Bild kein Lächeln abringt, der sollte mehr Kinderschokolade – schwarz-weiß – essen, oder einfach mal probieren, das Weiße aus der Schokolade rauszusaugen (unten abzubeißen ist hilfreich, dann ist die Öffnung größer und schmeckt auch besser!)

Stark war auch der „Raum-mit-den-vielen-Wänden-auf-Rädern“. Die beeindruckende bedrückende Stimmung wird spätestens beim Betreten des nächsten Raumes klar.

Süß waren die „Super-klebrig-aussehenden-leicht-durchschimmernden-grünen-Lollipop-Blätter“. Weiterer Worte bedarf dieses Kunstwerk nicht.

Die Sammlung war wirklich umfangreich, auch wenn die historischen asiatischen Vasen, Figuren und dergleichen mich nicht so ansprachen, gab es mehr als genug Sehenswertes, aber die Beschreibung dieser Drei muss als Appetithäppchen genügen; auch wenn natürlich der „Schwarzer-leerer-Raum-mit-schrecklich-unheimlich-beleuchtetem-Buddhakopf“ eine Randerwähnung wert gewesen wäre.

Flash Flash i love you but we only have 14 hours to save the earth

 

Museum DKM I Stiftung DKM
Güntherstraße 13-15
47051 Duisburg (Dellviertel)

Öffnungszeiten:
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag: von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr

 

Tea, Mensch im FSJK

Geschrieben von Tea am Mittwoch, den 4. März 2009 um 10:28 Uhr in Kultur, Region Duisburg. Diesen Beitrag weiterempfehlen

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