Rettet das Filmstudio!
Die Zeit drängt: am 15. Januar 2007 wird die Zukunft des Filmstudios im Glückaufhaus besiegelt. Es droht das endgültige Aus für das älteste Filmtheater des Ruhrgebiets, das mit seinem Stil und Charme von den 1920er Jahren bis zu seiner Stilllegung 2001 ein breites Publikum begeisterte und regelmäßig als Filmkunsttheater für sein hervorragendes Programm ausgezeichnet wurde.
Die Stilllegung 2001 erfolgte wegen statischer Probleme, seither fristet das Schmuckstück unter den Essener Kinos ein tristes Dasein im leer stehenden Glückaufhaus. Das ehemals im Besitz der RAG befindliche, denkmalgeschützte Gebäude wurde 2004 an die Immobilienfirma Kölbl-Kruse veräußert, die ihrerseits einen Teil der Kosten für die Sanierung der maroden Bausubstanz und für die Restaurierung der historischen Ausstattung des Filmtheaters übernimmt.
Die bestehende Finanzierungslücke von 1,8 Millionen Euro muss nun bis zum 15. Januar durch Sponsoren geschlossen werden. Das Denkmal Filmstudio wäre mit dieser vergleichsweise geringen Summe langfristig und frei von Folgekosten gesichert.
Am 11. Dezember 2006 wurde zu diesem Zweck der Verein Rettet das Filmstudio e.V. gegründet, der nun kurzfristig Mitglieder und Sponsoren sucht, die das Projekt ideell durch ihre Mitgliedschaft und/oder finanziell durch Spenden unterstützen.
Also auf und Mitglied werden!
Weitergehende Infos gibt es unter http://www.rettet-das-filmstudio.de
Geschrieben von konny am Thursday, den 4. January 2007 um 15:53 Uhr in Kultur. Diesen Beitrag weiterempfehlen
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7 Reaktionen zu “Rettet das Filmstudio!”
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War die Rettungsaktion jetzt eigentlich erfolgreich?
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Es sieht so aus. Jedenfalls hat Oliver Wittke, Minister für Bauen und Verkehr, am 12. Januar „grundsätzliche, entscheidende finanzielle Unterstützung“ zugesichert. Ob die Finanzierungslücke ganz geschlossen ist/werden kann, bleibt aber noch abzuwarten.
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Jetzt scheint das Eis ja gebrochen zu sein, nachdem NRW Bauminister Wittke eine finanzielle Zusage gemacht hat. Und nach und nach trudeln weitere Spenden ein, wie man vom Verein “Rettet das Filmstudio” hört. Es wird doch zu schaffen sein, bis Ende Februar den Rest aufzutreiben, oder?
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Was hätte man mit diesem Geld nicht alles tun können.
Schulen sanieren, Kindertagesstätten retten, BILDUNG eben.Statt dessen subventioniert man eine abbruchreife alte Kaschemme, in die selbst im Bestzustand eh kaum mehr als eine Handvoll Leute gehen wird.
Dieses Kino war und wird dann wohl wieder immer ein Zuschußbetrieb sein.
Nur komisch, daß bei sowas immer irgendwelche Gelder locker gemacht werden können, während Bildung nichts kosten darf.
Kulturhauptstadt - naja… Bildung wäre mir lieber.
Un wer den Titel Kulturhauptstadt mal mit allen Sinnen erfahren möchte, sollte den U-Bahn-Ausgang Hachestraße am Essener Hauptbahnhof mal benutzen. Im Volksmund auch “Harnröhre” genannt.
Ich hoffe jedenfalls, daß das Kino nicht gerettet wird, das Geld besser verwendet wird und so nicht nur die Egozentrik einiger Kulturhauptstädter gefördert wird, sondern eben die breite Masse.
Im übrigen ist das Glückaufkino seit mehreren Jahren auf dem Gelände der Zeche Zollverein gut untergebracht und wird dort auch einigermaßen angenommen. Zumindest kommt man da sowohl mit öffentlichen verkehrsmittel UND mit dem Auto hin. Das ist in Rüttenscheid wegen akuter Parkplatznot und Parkraumbewirtschaftung (Verknappung und Abzocke) nicht unbedingt soo prickelnd.Ach ja, erinnert sich eigentlich noch jemand daran, daß Essen under finanzieller Zwangsverwaltung steht - wegen permanenter Überschuldung?
Wo kommen denn da jetzt plötzlich die Milliönchen her - natürlich aus Euer aller Geldbörse. Die nächste Steuererhöhung läßt grüßen.Viel Spaß dann im Kino - Ihr habt es Euch verdient!
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Also ich finde Kultur und Bildung gehören doch eng zusammen, und da gehört eben dann die Kinogeschichte auch rein und die Geschichte vom Kino im Glückaufhaus ist doch auch Nachkriegsgeschichte, die würdig zu erhalten ist. Letztendlich könnte dieses kleine Stück erhaltene Kultur dafür sorgen, dass hier neues wirtschaftliches Leben stattfindet.
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Geld für Bildung? Ja und nochmals ja. Geld für Hochkultur? Ebenso. Geld für’s Filmstudio? Ja, gerne. Zumal es hier um eine einmalige Investition geht, nicht um laufende Kosten. Und in der Hauptsache um Sponsorengelder, nicht um öffentliche Finanzierung. Und nicht zuletzt um Denkmalschutz.
Ich halte überhaupt nichts davon, ständig Bildung/Soziales und Kultur gegeneinander auszuspielen, nach dem Motto „entweder – oder“. Beides ist wichtig! Und zu Kultur gehören nicht nur Oper, Theater und Museum, sondern eben unter anderem auch Kino. Und Kinokultur jenseits von Cinemaxx und UCI!
Auf seine alternative Kinolandschaft kann Essen stolz sein. Nicht nur als Kulturhauptstadt.
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>Ich denke, dass die Sanierung des Filmstudios, einem Stück Kulturgeschichte, nicht im Vergleich mit dem Missstand einer Haltestelle in Frage zu stellen ist.Zumal es hier um eine einmalige Investition geht, nicht um laufende Kosten. Und in der Hauptsache um Sponsorengelder, nicht um öffentliche Finanzierung. Und nicht zuletzt um Denkmalschutz.Letztendlich könnte dieses kleine Stück erhaltene Kultur dafür sorgen, dass hier neues wirtschaftliches Leben stattfindet.

