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Aktuelle Kultur-Events in der ONE WORLD STATION. BO-Dahlhausen: Haus der Kulturen Ruhr
Spartenübergreifende Bildungs- & Kulturveranstaltungen…
Infos auf www.prokulturgut.net
z.B.: 20.1.: Embryo - Ethno-Psychedelic Krautrock
11.-14.2. EINE WINTERREISE: Eine Winterreise - Schubert Szene - Jazz - Tanz
Do, 11. & Fr, 12. Feb-20h, So 14. Feb-18h
Franz Schuberts Liederzyklus als Gesamtkunstwerk mit Tanz, Spiel, Jazz und Kammerorchester präsentiert von einer Gruppe junger KünstlerInnen bekannter Hochschulen des Reviers
jeden 4. Fr im Monat: The Positive Creative World. Konzert & anschl. Jam-Session - Intuitive Weltmusik.
Kulturpfadfest 2009
Unter dem Motto “Ruhe vor dem Sturm” wird am Freitag 19. Juni von 17 Uhr bis nach Mitternacht das Kulturpfadfest 2009 stattfinden - das letzte vor dem großen Jahr 2010.
Das Programm wird auch in diesem Jahr wieder auf der Website http://www.kulturpfadfest-essen.de veröffentlicht werden, vermutlich ab ca. April.
Stiftung DKM Museum – Linien stiller Schönheit – abgeflasht
Sind Museen still und ist dort alles schön? Was denk ich und viel mehr, was fühle ich, wenn der ganze Raum, ein großer Raum, mit hoher Decke und künstlichem Licht in schwarz und weiß gehalten ist? Boden, Decke, Wände, Bänke, Sessel, keine-Türen. Keine-Türen waren weiß, weil die Wände dahinter weiß waren. Klingt dumm, ist aber so.
Ja, wie wirkt das?
Beruhigend, harmonisch, reduziert,, neutral, edel, unaufdringlich – still und schön?
Schwarz und weiß – eigentlich grau, aber so stell ich mir das Nichts vor. Auch wenn Nichts keine Farben haben sollte. Eher schwarz-weiß als pummelpink-rubinrot. Und das Nichts sollte auch eigentlich ruhig sein. Schwarz-weiß also auch stummfilmstill?
Vielleicht lag es am Kinderschokoladenfrühstück oder den ewig langen, aber interessanten und abgefahrenen Telefongesprächen oder halt an schwarz-weiß.
Schwarz-weiß. Ich glaube es ist wie mit Kinderschokolade - schwarz-weiß, aber ich meine was anderes. Zu viel davon und man dreht am Rad. Zucker – weiß - flash. Kennt jeder von der Cola - schwarz.
What do you mean Flash Gordon approaching…
Ich hatte den Weißflash – weil weiß doch überwiegte, Wände und Decke.
Weißflash, jaja, mag man nun sagen, alles klar. Ich sage: ja.
Und um diesen bisher sehr subjektiven Text ein bissl objektivem Charakter anzufügen, möchte ich ein Zahl anführen. 51, ohne Treppenhäuser.
51 Räume, aufgegliedert in Untergeschoss, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss, 3. Obergeschoss.
51 ist viel. Wer es nicht glaubt, zähle einmal bis 51 und achte darauf, seine Stimme nicht gelangweilt-monoton klingen zu lassen. So einfach ist das nicht.
Im 3. Geschoss habe ich ein Kunstwerk dann frei im Raumschwebend gesehen (ich dachte, vllt Nylonfäden), welches dann aber ganz gewöhnlich an der – weißen – Wand montiert war.
Nach dem Museumsbesuch, so auf offener Straße, Wind, Autolärm, verdreckte Wände, Hundehaufen, sie wissen schon, die ganze Alltagsschose, kam ich mir…fremd vor.
Natürlich zählt in einem Museum viel mehr die ausgestellte Kunst als die Farbe der Wände, nur einen Eindruck hinterlässt beides.
Bevor ich 2-3 Kunstwerke kurz erwähnen möchte, ist es mir ein Bedürfnis auch dem Skulpturenhof wenige Zeilen zu schenken. Man hat meiner Ansicht nach den begrenzten Außenraum auf originelle Art ausgenutzt, auch wenn man perspektivisch gebunden wird. Was das genau heißen soll, kann ich nur bei einem Besuch selbst zu überprüfen empfehlen – es ist recht interessant.
Problematisch war das Fehlen von Titeleien. Man hatte zwar einen Wer-mit-wem-Zettel bekommen, also welcher Raum mit welchen Künstlern, aber mehr nicht.
Um die Kunstwerke nun darzustellen, werde ich einfach meine persönlichen, sowieso schon stark beschreibenden Fantasienamen verwenden, ohne dabei dem Künstler oder irgendjemanden zu nahe treten zu wollen.
Umwerfend fand ich „Fotografie-von-bunten-Origamivögeln-bei-der-jemand-zu-viel-langeweile-hatte-die-aber-aussieht-wie-ein-gemaltes-abstraktes-Bild-von-weitem.“
Wirklich schön, von der Idee als auch von der Ausführung, und wem dieses Bild kein Lächeln abringt, der sollte mehr Kinderschokolade – schwarz-weiß – essen, oder einfach mal probieren, das Weiße aus der Schokolade rauszusaugen (unten abzubeißen ist hilfreich, dann ist die Öffnung größer und schmeckt auch besser!)
Stark war auch der „Raum-mit-den-vielen-Wänden-auf-Rädern“. Die beeindruckende bedrückende Stimmung wird spätestens beim Betreten des nächsten Raumes klar.
Süß waren die „Super-klebrig-aussehenden-leicht-durchschimmernden-grünen-Lollipop-Blätter“. Weiterer Worte bedarf dieses Kunstwerk nicht.
Die Sammlung war wirklich umfangreich, auch wenn die historischen asiatischen Vasen, Figuren und dergleichen mich nicht so ansprachen, gab es mehr als genug Sehenswertes, aber die Beschreibung dieser Drei muss als Appetithäppchen genügen; auch wenn natürlich der „Schwarzer-leerer-Raum-mit-schrecklich-unheimlich-beleuchtetem-Buddhakopf“ eine Randerwähnung wert gewesen wäre.
Flash Flash i love you but we only have 14 hours to save the earth
Museum DKM I Stiftung DKM
Güntherstraße 13-15
47051 Duisburg (Dellviertel)
Öffnungszeiten:
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag: von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Tea, Mensch im FSJK
RUHRI.2010 auf Sendung
Endlich ist sie da: die neue Website der RUHRI.2010-Kultkampagne. Unter www.ruhri2010.de stellen die Macher der Kampagne einige Motive vor und laden zur derzeit laufenden Ausstellung im August Everding-Kulturzentrum in Bottrop ein. Ende Januar 2009 sind die Motive in dem Hotel “Alte Lohnhalle” in Essen-Kray zu bestaunen. Kulturhauptstadt von Innen: Selbstbewusst, augenzwinkernd-ironisch und voller Stolz. Dem Ruhri seine Kampagne eben.
POMP pompt!!!
Wie kommt es eigentlich immer wieder zu Pracht, Luxus, Pomp? Wie kommt es, dass wir Energie und Material aufwenden um etwas prachtvoll Protzen zu lassen, ohne dass es einen weiteren Zweck hat?
Vielleicht, so dachte ich mir am Sonntag bei der Ausstellungseröffnung von POMP im Wilhelm Lehmbruck Museum, ist es einfach eine Freude am Schönen und am Leben, aus der heraus man einfach „schaffen“ muss.
Viel Ehrfurcht bestand vor den weißen Wänden und Kuben jedenfalls nicht. Nach dem „Ich freue mich das Sie und Ihr hier seid“ mit dem die Eröffnungsrede schloss, umwuselten diese bereits die gesamten Anwesenden. Kinder in jedem Alter, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien, Künstler, Museumspädagogen und Gäste jeder Art.
Mit einer allgemeinen kindlichen Freude wurden Fäden durch den Raum gezogen, Knete an die einladend weißen Wände gepappt, Klebestreifen in jeder Farbe mit Alufolie kombiniert, rote essbare Gummischnüre entpuppen sich als Mimikrikünstler in einer aus rotem Klebeband bestehenden Umwelt und innerhalb der ersten Stunde war der Raum bereits sosehr mit Pomp infiziert, dass Zweifel aufkamen, ob er denn dann bis Ende April, solange läuft die Ausstellung, begehbar sei.
Selbstverständlich geht es bei dieser Ausstellung nicht nur ums wilde drauflos Kleben und zu Kleistern. Es gibt einige wenige Regeln und Ziel ist es, dass Arbeitskonzept der Künstlerin Karin Hochstatter nachzuvollziehen, die diese interaktive Ausstellung begleitet, welche den Dialog zwischen Besucher, Künstler und Werk, als auch zwischen Besucher und Besucher sucht. Denn neben dem Schaffen und Wachsen steht das Verkümmern und Wegnehmen. Ständig ist die eigene Raumwahrnehmung gefordert und es ist zu prüfen, was passt, was nicht; und mit Sicherheit steht für einige Kinder als auch noch für viele Erwachsene die pädagogisch herausfordernde aber gewiss sehr wertvolle Erfahrung bevor, zu sehen, wie das eigene Werk demontiert wurde.
Um diese „Evolution“ zu dokumentieren werden dann auch regelmäßig Fotos der Ausstellung gemacht und abschließend sind alle großen und kleinen Künstler eingeladen, den Raum in seinem Endstadium zu betrachten und sich, wahrscheinlich durch einen Dschungel von Fäden und Klebestreifen kämpfend, auf die Suche nach ihrer(!) Ecke zu machen.
Stiftung Wilhelm Lehmbruckmuseum, Duisburg, POMP – Karin Hochstatter, 4.11.08 – 26.4.09


